Richtungsweisende Technik - Rückflussverhinderer sind Pflicht für alle Hausinstallationen
Hannover, den 14. November 2005
enercity liefert Trinkwasser in bester Qualität - und so soll es auch immer beim Kunden ankommen. Doch es gibt noch Stellen, an denen es in Ausnahmefällen zu Verunreinigungen des Wassers kommen kann. Ein Problem sind nach wie vor Hausinstallationen, bei denen kein Rückflussverhinderer z.B. KFR installiert ist. KFR ist die Abkürzung für "Kombiniertes Freistromventil mit integriertem Rückflussverhinderer". Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich eine einfache Installation, die ohne großen Aufwand hinter dem Wasserzähler eingebaut wird. "Das KFR verhindert, dass bei möglichen Druckschwankungen Wasser aus der Kundenanlage in das öffentliche Netz zurückfließen kann, was zu erheblichen hygienischen Problemen führen kann", erklärt Gerhard Falldorf, bei der Stadtwerke Hannover AG zuständig für den technischen Kundenservice bei Erdgas, Wasser und Wärme.
Der Ingenieur verweist darauf, dass das KFR bereits seit 1992 Pflicht für alle Trinkwasseranlagen ist und hinter der Wasserzähleranlage installiert sein muss. Zuständig für den Einbau ist der Anschlussnehmer. Doch Erfahrungswerte zeigen, dass an schätzungsweise zehn Prozent der insgesamt 87.000 Wasser-Hausanschlüssen im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Hannover das KFR fehlt oder defekt ist. Insbesondere ältere Häuser sind davon betroffen.
"Da vielen Bürgern die möglichen Folgen nicht bewusst sind, machen wir als regionaler Wasserversorger erneut darauf aufmerksam", so Falldorf. Auch Harald Noske, technischer Vorstand von enercity, betont die Notwendigkeit des KFR: "enercity investiert viel Geld und Arbeit in eine hygienisch einwandfreie Trinkwasserversorgung". Probleme mache jedoch meist nicht das weitverzweigte öffentliche Leitungsnetz oder die Erzeugung in den Wasserwerken, sondern immer wieder die Hausinstallation einzelner Wasserkunden. "Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied - Kundeninstallationen, in denen das KFR fehlt oder defekt ist, sind derzeit eine potenzielle Bruchstelle", so Noske. Niemand muss auf sein Trinkwasser verzichten
Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer 1 - kein Wunder, dass die Stadtwerke Hannover auf die hygienische Güte besonders achten. Nicht nur, weil die Vorschriften streng sind. Noske: "Trinkwasser von enercity ist ein Spitzenprodukt, da soll sich niemand Gedanken über Qualität machen müssen." Daher sind die Techniker streng, wenn die Sicherheit der Versorgung gefährdet wird. "Wir werden in Zukunft Kunden, die keine KFR einbauen oder defekte Ventile nicht austauschen, das Wasser abstellen", sagt Falldorf.
Denn die Wasserkunden in Hannover dürften nicht unter dem Fehlverhalten Einzelner leiden müssen. Zuerst erhalten die Verantwortlichen für die Kundenanlage jedoch direkt vom Monteur ein Hinweisschreiben, im Anschluss wird der Kunde auch von enercity per Post aufgefordert. Wenn dann jedoch der Anschlussnehmer seiner Verpflichtung nicht nachkommt, müssen die Stadtwerke Hannover ernst machen und die Wasserversorgung unterbrechen. Unkomplizierter Einbau
Je nach Größe des Wasseranschlusses ist ein passendes KFR ab 30 Euro zu haben. Der Einbau ist in den meisten Fällen unkompliziert. Den Einbau darf jedoch nur ein Fachmann vornehmen, der in ein Installateurverzeichnis des Wasserversorgers eingetragen ist. Eine Liste der autorisierten Fachbetriebe gibt es im Internet unter www.enercity.de/Installateure . Jährlicher Funktionstest vorgeschrieben
Laut dem gültigen Regelwerk (DIN 1988 Teil 4 und AVBWasserV - Verordnung über die Allgemeine Bedingung für die Versorgung mit Wasser) muss die Funktion des KFR einmal im Jahr überprüft werden. enercity rät, das KFR im Rahmen der jährlichen Kontrolle der Heizungsanlage testen zu lassen. Der Kunde kann die Funktion aber auch ohne einen Fachmann überprüfen. Hierbei muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Trinkwasserleitung vor dem KFR abgesperrt ist.
Meist befindet sich die Hauptabsperreinrichtung direkt vor dem Wasserzähler. Nach der Sperrung des Wasserzuflusses wird die Prüfvorrichtung am KFR geöffnet. Die Prüfvorrichtung befindet sich auf der Unterseite des KFR. Sie besteht aus einer Schraube beziehungsweise einem kleinen Hahn, der aufgedreht wird. Beim Aufdrehen darf nur eine kleine Menge an Wasser herausfließen. Fließt weiteres Wasser aus der nachgeschalteten Kundenanlage nach, dann ist das Ventil defekt. In diesem Fall sollten sich die Kunden an einen fachkundigen Installateur wenden, der den Schaden behebt beziehungsweise das KFR austauscht.
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14.11.2005 - 18:01 pressrelations.de | 4152 X