Nordkorea stellt Ende seines Atomprogramms in Aussicht
14. November 2005 - 1144
Zum Stand der Verhandlungen der nordkoreanischen Nuklearkrise erklaert der Sprecher fuer Abruestung, Ruestungskontrolle und Nichtverbreitung der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Muetzenich:
Im Zusammenhang mit der nordkoreanischen Atomkrise empfiehlt es sich, Durchbruchs- und Erfolgsmeldungen mit Vorsicht zu geniessen. Die juengsten Entwicklungen geben jedoch Anlass zur Hoffnung. Offenbar hat Nordkorea bei der vergangenen Runde der Sechs-Parteien-Gespraeche nicht nur abermals vage das Ende seines Atomprogramms in Aussicht gestellt, sondern darueber hinaus einen konkreten und weit reichenden Fuenf-Punkte-Plan vorgelegt.
Danach moechte Pjoengjang als Erstes die Planungen fuer atomare Tests einstellen und anschliessend sein Atomprogramm vollstaendig einstellen. Es erklaert sich zudem einverstanden, keine Nuklear-technologie an andere Staaten zu liefern. In einem letzten Schritt will Nordkorea dem Atomwaffensperrvertrag beitreten und sich den Kontrollen der Internationalen Atomenergiebehoerde IAEA unterwerfen. Einig war man sich bei den Verhandlungen auch darueber, dass die koreanische Halbinsel eine atomwaffenfreie Zone werden soll.
Die SPD-Bundestagsfraktion begruesst diese positiven Entwicklungen. Das Land kann im Gegenzug mit Hilfe und Kooperation rechnen. Aus europaeischer Sicht sollte vor allem die Verbreitung der Raketentechnologie in einen Vertrag mit Nordkorea einbezogen werden.
Sollte der Dialograhmen tatsaechlich erfolgreich zu Ende gefuehrt werden, koennte dies fuer ganz Asien beispielhaft sein. Denn auch andere Konfliktfelder in dieser Region, insbesondere die bis heute ungehindert voranschreitende konventionelle Aufruestung, muessen mit Hilfe der Ruestungskontrolle kooperativ bearbeitet werden.
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SPD / pressrelations.de
14.11.2005 - 18:01 pressrelations.de | 454 X

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