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Werbung in Fachzeitschriften

Verkaufte Fachzeitschriften in Mio. Exemplaren pro Quartal

Verkaufte Fachzeitschriften in Mio. Exemplaren pro Quartal

Wie werbe ich richtig? Wann sollte ich werben? Und – vor allem – wo werbe ich am effektivsten? Derlei Fragen wird sich jeder stellen, der ein eigenes Unternehmen betreibt, selbstständig ist oder ohnehin im Anzeigengeschäft tätig ist. Antworten darauf sind nicht immer leicht zu finden, aber wir versuchen es trotzdem.

Die wohl bekannteste Art der Werbung ist – gleich nach der extrem teuren Fernsehwerbung – die Anzeigenschaltung in Printmedien. Schon Kinder werden damit heute in Comics konfrontiert, und weder Tageszeitungen noch Zeitschriften kommen noch ohne Inserate aus. Zugegebenermaßen hat die Bedeutung von Printmedien in den letzten Jahren nachgelassen, weil das Internet immer mehr Leserinnen und Leser abzieht. Aber trotzdem stellen Werbemaßnahmen in Zeitungen und Zeitschriften immer noch ein wesentliches Standbein dar, um über Produkte oder Dienstleistungen zu informieren.

Produkt- oder Image-Anzeige

Um entscheiden zu können, in welchen Printmedien am sinnvollsten eine Anzeige veröffentlicht werden sollte, ist zunächst wichtig zu klären, wie geworben werden soll. Grundsätzlich kann in zwei Werbearten unterschieden werden: Produkt- und Image-Werbung. Wie der Name schon sagt, wird bei ersterem ein konkretes Produkt beworben. Es wird beispielsweise ein Auto, ein Lüfter oder eine Solaranlage angepriesen.

Imagekampagnen werden vorrangig von größeren Unternehmen unternommen, die sprichwörtlich „ihr Image aufbessern wollen.“ Hierbei steht kein spezielles Produkt im Mittelpunkt, sondern vielmehr ein positives Gefühl, das auf ein Unternehmen übertragen werden soll. Energieversorger platzieren beispielsweise gerne ganz- oder mehrseitige Anzeigen, um über ihr Engagement im Bereich erneuerbarer Energien zu informieren. Da solche Kampagnen jedoch sehr kostspielig sind, konzentrieren wir uns im Weiteren auf Produktanzeigen.

Wer ist das Zielpublikum?

Je nachdem, was für ein Produkt beworben werden soll, entscheidet sich, welches das geeignete Medium für eine Anzeigenschaltung ist. Für Personenwagen wird am sinnvollsten eine Automobilzeitschrift herangezogen. Für Solaranlagen hingegen sind Fachzeitschriften aus dem Energiesektor die geeigneten Medien, speziell diejenigen, die schwerpunktmäßig Solarenergie thematisieren.

Um auf Einzelkomponenten aufmerksam zu machen, muss dann schon genauer hingeschaut werden: Wer ist das jeweilige Zielpublikum? Eine neue, hoch effiziente Umwälzpumpe preist man am besten direkt dem Heizungsinstallateur an. Eine entsprechende Anzeige dafür sollte also in einem Fachblatt für Heizungsinstallateure erscheinen und nicht in einem Heft für Solaranlagenbetreiber.

Über eine Internet-Recherche oder aber über www.fachzeitungen.de lassen sich schnell in Frage kommende Blätter herausfinden. Aber Achtung: Solarzeitschrift ist nicht gleich Solarzeitschrift. Es gibt welche für Solarthermie und für Photovoltaik, für Modulhersteller und Modulaufsteller, für Anlagenbetreiber und Projektierer.

Aufschluss über das Zielpublikum der jeweiligen Zeitschrift liefern die Mediadaten, die jeder Verlag für all seine Medien herausgibt. Meist sind dies handliche Heftchen in DIN A5 Format, in denen alles Wissenswerte über die Zeitschrift steht: die thematische Ausrichtung, die Ansprechpartner, die Druckauflage, die Erscheinungsweise (halbjährlich, quartalsweise oder monatlich) und auch die Anzeigenpreise. In der Regel können die Mediadaten auch einfach von der jeweiligen Homepage heruntergeladen werden.

Keine Streuverluste

Der Vorteil von Printmedien ist, dass mit ihnen sehr viel gezielter geworben werden kann als beispielsweise übers Internet. Es gibt für fast jedes Thema mindestens eine Fachzeitschrift, über die direkt das jeweilige Zielpublikum angesprochen werden kann. Es gibt somit kaum Streuverluste.

Zudem werden Zeitschriften häufig von mehreren Lesern gelesen und manchmal auch archiviert. Einige Redaktionen beobachten ganz genau das Leserverhalten und geben darüber in den Mediadaten Auskunft. Ist beispielsweise in den Mediadaten das IVW-Zeichen abgedruckt, bedeutet dies, dass die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) eine Auflagenkontrolle durchführt, so dass zum Beispiel ersichtlich ist, wie viele Hefte verkauft oder verschenkt werden und wo die Zeitschrift gelesen wird. Ein Engagement in Printmedien kann somit sehr viel nachhaltiger sein als in Online-Medien.

Tipps für die erste Anzeigenschaltung

  • Im Falle einer Werbeschaltung bietet sich als Einstieg am ehesten eine viertelseitige Anzeige an. In der Regel muss man dafür weniger als tausend Euro investieren; bei einer höheren Druckauflage kann es auch mal mehr sein.
  • Für die Anzeige sollte vorzugsweise ein farbiges Motiv gewählt werden, da Schwarz-Weiß-Drucke heutzutage kaum noch gängig sind, auch wenn sie etwas günstiger sind.
  • Eine Anzeige allein bringt noch keine vollen Auftragsbücher. Bis die Leserschaft die Anzeige überhaupt zur Kenntnis nimmt, kann es etwas dauern. Ratsam ist daher ein Engagement, das sich über mindestens drei Ausgaben erstreckt.
  • Lassen Sie sich von einem Grafiker eine ansprechende Anzeige gestalten. Selbstentworfene Motive sehen unprofessionell aus, so dass sie mitunter eher zur Imageschädigung und nicht zum Produktverkauf beitragen.
  • Anzeigen im pdf-Format lassen sich am besten von der Redaktion verarbeiten, ohne dass es zu Farbtonabweichungen kommt. Außerdem sind somit Schriftzüge für Suchmaschinen erkennbar, sollte beispielsweise eine Online-Version der Zeitschrift angeboten werden.
  • Vergessen Sie nicht die Nennung Ihrer Domain, damit Sie einfach kontaktiert werden können.
  • Achten Sie darauf, wann wichtige Messen stattfinden, denn häufig werden dort Freiexemplare ausgelegt. Sollten Sie auf der Messe vertreten sein, bauen Sie einen Messehinweis mit Ihrer Standnummer in die Anzeigengrafik mit ein.
  • Schauen Sie in den Themenplan, der in den meisten Mediadaten enthalten ist. Dort listen die Redaktionen die Schwerpunktthemen der verschiedenen Ausgaben auf. Indem Sie sich daran orientieren, können Sie für das passende thematische Umfeld für Ihre Anzeige sorgen. So kann die Umwälzpumpe für Wärmepumpen gezielt dann beworben werden, wenn in der Zeitschrift ein Special über Wärmepumpen erscheint.

Autor: Dipl.-Ing. Sven Geitmann


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