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Smartphone Marketing, Apps und das richtige mobile OS

pixelio Thorsten Born

OS freies phone aus der "guten alten Zeit"

Smartphones finden eine immer größere Beliebtheit und Verbreitung und gewinnen somit an Relevanz für PR, Marketing und Pressearbeit. Also hört man immer öfters die Forderung, dass es für die eigenen Angebote, Seiten, Dienstleistungen usw. auch Apps geben muss. Nur für welches Betriebssystem? (kurz: mobile OS)

Beim klassischen Desktop PC lag und liegt es beim Benutzer für welches OS man sich entscheidet, ob Mac Fans, Linuxanhänger oder Windowsnutzer, die Marktanteile und Zielgruppen sind unlängst bekannt. Bei den Smartphones jedoch entwickelte fast jeder Hersteller sein eigenes mobile OS, die selbstverständlich nicht kompatibel sind. So entstanden für jedes mobile OS eigene Fan- und Entwicklergruppen mit eigenen Verbreitungssystem für die Anwendungen, wobei sich mittlerweile in erster Linie am erfolgreichen Appstore von Apple orientiert wird. Sogar über den Bereich der Smartphones hinaus, so hat googles Browser Chrome sogar einen eigenen App store für die Browserpluggins.

App – von „Application“ dem englischen Wort für (Software)Anwendung.

 

Zum Glück polarisiert sich der Markt. Mit zunehmender Komplexität der Geräte und deren Anforderungen wird es für die meisten Hersteller schlichtweg unrentabel aufwendig ein eigenes mobile OS zu entwickeln.

webOS – HP Palms OS basiert auf Linus und ist ein multitaskingfähiges elegantes Betriebssystem mit einer großen Entwicklercommunity. Viele Anwendungen und Funktionen werden bzw können mit den online Diensten von google vernetzt werden. Jedoch ist webOS auf die Geräte von Palm beschränkt, der Marktanteil des mobile OS hängt also von der Verbreitung der Palm Smartphones ab, die lediglich als Nische bezeichnet werden kann.

android – googles mobile OS basiert ebenfalls auf Linux und findet sich auf Geräten, Smartphones und Tablets, vieler namhafter Hersteller, meistens auf Smartphones, die bei den Funktionen einen Schwerpunkt auf social media und multimedia setzen.

Microsoft Windows Mobile – Dies ist der direkte Konkurrent für android und findet sich auf der selben Produktpalette wieder und bei allen namhaften Herstellern, jedoch auf Geräten, die den Funktionsschwerpunkt auf Businessanwendungen legen wie zB die MS Office Programme. Zudem wird dieses mobile OS wahrscheinlich zu den sichersten Smartphonebetriebssystemen zählen, da Microsoft am meisten Erfahrung mit dem Schliessen von Sicherheitslücken hat, da in der Vergangenheit die meisten Viren und Schadprogramme für Windows geschrieben wurden.

Apple iOS – Apples mobile OS und dank dem iphone der Wegbereiter für alle Smartphones mit Touchscreen. Jedoch ist dieses Betriebssystem nur auf Apple Geräte beschränkt und damit gebunden an deren Marktanteil. iOS hat außerdem viele Einschränkungen, wie z.B. keine Multitaskingfähigkeit und keine Flashunterstützung. Zudem kontrolliert Apple stark den App Markt. Der Hypecharakter der Marke sorgt zwar für eine starke und zahlungskräftige Community, über die Apple sogar neue Märkte schaffen kann, an denen andere zuvor gescheitert sind (Stichwort: Tablets und ipad), jedoch wird der Marktanteil den Nischencharakter nie verlieren.

Symbian OS – ein Beispiel für ein gescheitertes mobile OS. Ursprünglich von Nokia entwickelt, wurde die Unterstützung unter großem Protest der Fangemeinde eingestellt. Auf den neuen Nokia Smartphones findet sich jetzt android oder windows mobile.

 

Somit entscheidet die Wahl des mobile OS für eine App über dessen Verbreitungsmöglichkeiten und legt von vornherein fest, ob bestimmte Zielgruppen erreicht werden können oder nicht. Alternativ ist es auch möglich eine mobile Version der eigenen Website anzubieten, die auf das kleinere Smartphonedisplay, kleinere Datenübertragungsmengen und ggf Flash- und Java frei zu optimieren ist und dann auf allen Smartphones mit Browser laufen sollte. Jedoch hat man dann keine schicke App, die man als eigenständiges Produkt vermarkten kann.

 

Foto: pixelio / Thorsten Born


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