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Social Media Marketing: In 5 Schritten zum eigenen Podcast

Falls Sie jemals darüber nachgedacht haben sollten, wie spannend eine eigene Radiosendung im Internet sein könnte, dann ist Podcasting genau das Richtige für Sie. Schon seit einigen Jahren genießen Podcasts hohe Popularität und es deutet alles darauf hin, dass dieser Siegeszug noch lange nicht enden soll.

Viele Leute, von Privatpersonen bis Prominenten, haben durch populäre Podcasts gezeigt, welches Potenzial in diesem Medium steckt. Dieser Artikel soll einen Einstieg in die Welt der Podcasts bieten und dabei helfen, einen eigenen Feed auf die Beine zu stellen.

Wie lässt sich mit Podcasting Geld verdienen?

Fragt man Wikipedia, so bezeichnet Podcasting “das regelmäßige Produzieren und Anbieten von abonnierbaren Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet.” Als Podcasts das erste Mal im Internet auftauchten, waren sie ihrer Zeit möglicherweise voraus. Wenngleich Podcasts schon seit Jahren im Umlauf sind, gab es Momente, in denen sie für tot erklärt wurden.

Diese Behauptung wurde auf dramatische Weise widerlegt, als iTunes begann Podcasts in seine Architektur einzubinden und durch die automatische Synchronisierung mit dem iPod die seither komfortabelste Möglichkeit anbot, Podcasts ohne Umstände abonnieren und konsumieren zu können. Seither hat sich das Podcasting verselbstständigt.

Andrew Warner, der durch seine Podcasts Sponsorenverträge auf Lebenszeit abschließen konnte oder Jason Calacan, der zum ersten Mal mit seinem Netzwerk an die Börse ging, sind nur wenige Beispiele für erfolgreiches Podcasting. Ganz zu schweigen von Adam Carola, der sich einen Namen als erster Podcast Millionär der Welt machte.

Werbegelder fließen einfach schneller, wenn jeder Mensch mit einer brauchbaren Internetverbindung die Möglichkeit hat, sich ins Getümmel zu stürzen und seinen eigenen Podcast online zu stellen.

Abgesehen vom direkten kommerziellen Nutzen, bietet der Podcasts noch viele weitere attraktive Möglichkeiten. Die unmittelbare Kommunikation mit Kunden ist so einfach wie nie zuvor, genau wie das Auffrischen von Bloginhalten oder die einfache Idee, über etwas zu sprechen, das man gerne tut.

Beispielsweise ist Podcasting das ultimative Mittel für Leute, die im Umfeld sozialer Medien und Netzwerke arbeiten. Musterbeispiele, wie die der Podcasts von Mitch Joel oder Copyblogger sind der Beweis hierfür.

Die eigentliche Frage lautet also nicht “Warum sollte ich podcasten?“, sondern “Wie stelle ich meinen eigenen Podcast auf die Beine?” Glücklicherweise ist Podcasting leichter als man denkt.

Hier folgt eine Anleitung in fünf einfachen Schritten, wie man seinen ganz persönlichen Podcast kreiert und ihn auf einem WordPress Blog anbieten kann.

#1: Wählen Sie einen Anbieter

Am einfachsten wäre es, den Podcast auf dem selben Server zu hosten, auf dem man auch die eigenen Website betreibt. Dies wäre auch die kostengünstigste Variante. Wenn man allerdings in die Zukunft blickt und der Podcast ein immer größeres Publikum erreicht, würde man an einen Punkt gelangen, an dem der Speicherplatz möglicherweise nicht mehr ausreicht.

Das würde den Download und erneuten Upload aller Dateinauf einen neuen, größeren Server und jede Menge langwierige Arbeit bedeuten.

Das Angebot an günstigen Alternativservern ist groß und ich habe eine kleine Auswahl der besten zusammengestellt:
http://blubrry.com/
http://libsyn.com/3/alt-index.php
http://s3.amazonaws.com/

#2 PowerPress Installieren und konfigurieren

An dieser Stelle sollten Sie bereits die erste Episode Ihres Podcasts produziert haben. Jetzt müssen Sie nur noch wissen, wie sich diese Audio- oder Videodatei einfach in einen Blogpost einfügen lässt und wie ihr Player aussehen soll.

Die mit Abstand leichteste Methode ist, sich auf http://www.blubrry.com/powerpress/ das PowerPress Podcast Plugin für WordPress herunterzuladen, welches Ihnen die meiste Arbeit abnehmen wird.

Episode hinzufügen

Ist das Plugin erstmal auf ihrem Blog installiert, sehen diese Box unter jedem Ihrer Blogposts.

Wählen Sie Ihren Player

PowerPress bietet eine Vielfalt an Playern, deren Aussehen und Eigenschaften sich jederzeit ändern lassen.

Feineinstellungen
Von Werkseinstellungen aus, läuft PowerPress einen einfachen Modus und wird Größe und Dauer Ihrer Episoden berechnen. Sie haben die Möglichkeit zu entscheiden, an welcher Stelle des jeweiligen Posts der Player angezeigt und wie detailliert jede Episode dargestellt wird.

#3: Bringen Sie Ihren Feed zum Laufen

Nun sollten Sie http://feedburner.com/ aufrufen, um dort mit ihrer URL aus PowerPress einen neuen Feed zu erstellen.

#4: Lassen Sie Ihren Feed analysieren

Ihre Downloadquoten analysieren zu lassen, ist unersetzlich, wenn Sie wissen wollen, wie populär Ihr Podcast ist. Leider bietet iTunes diese Möglichkeit nicht von Haus aus. Also bedienen wir uns eines weiteren Service von BluBrry, ihren kostenlosen Podcast Analytics: http://www.blubrry.com/podcast_statistics/

Von dort aus gehen wir wieder zurück in den Adminbereich unseres Blogs und fügen hier die URL in das Feld für die URL-Weiterleitung ein, welches sich in dem Reiter “Services & Statistics” der PowerPress Einstellungen findet.

Jetzt nur noch speichern und wir sind fertig. Nun sollte es möglich sein, die Downloadquoten Ihres Podcasts im WordPress Dashboard anzeigen zu lassen. Mit Feedburner können Sie zudem die Zahl ihrer Abonnenten erfahren.

#5: Erstellen Sie ein Artwork und senden Ihren Podcast an iTunes

Der letzte Schritt ist der wichtigste von allen und möglicherweise auch der einfachste. Also schöpfen Sie Mut, wir befinden uns auf der Zielgeraden! iTunes empfiehlt ein Bild im Format 512 x 512 und ich würde mir diesen Vorschlag zu Herzen nehmen.

So erhöhen sich Ihre Chancen, in das Podcast Archiv von iTunes aufgenommen zu werden, dramatisch. Fügen Sie Ihr Cover in dem iTunes Reiter “Einstellungen” hinzu, der sich genauso im in Ihrem Adminbereich bei PowerPress wiederfinden lässt.

Nehmen Sie sich so viel Zeit wie möglich, Ihrem Podcast ein gutes Cover, eine treffende Beschreibung und einen markanten Namen zu geben. Wenn Sie dann auf “Speichern” geklickt haben sind Sie fertig. Alle eingetragene Informationen sollten jetzt auch in ihren Feedburner Einstellungen erscheinen.

Falls nicht, fügen Sie diese einfach manuell hinzu, sicher ist sicher. Zuletzt loggen Sie sich bei iTunes ein und gehen in den Store. Wenn Sie ganz oben auf “Podcasts” klicken, sollte dieses Menü erscheinen.

Wählen Sie nun “Podcast einreichen” und Sie werden dieses Dialogfeld sehen.

Geben Sie Ihre Feedburner URL ein (die ungefähr http://feeds.feedburner.com/maxmustermannpodcast lauten sollte) und klicken auf “Weiter”. Nun werden Sie dazu aufgefordert, Ihre Informationen zu bestätigen.

Lesen Sie sich lieber alles zweimal durch und gehen Sie sicher, dass alles stimmt. Reichen dann Ihren Podcast ein. Das war’s! In nur wenigen Minuten sollten Sie noch eine Infomail erhalten, in der Ihnen bescheinigt wird, dass Sie einen Podcast eingereicht haben.

In ein paar Tagen bekommen Sie dann hoffentlich eine Bestätigung, dass Ihr Podcast ins Programm von iTunes aufgenommen wurde. Wenn Sie nicht gerade irgendwelche Urheberrechte verletzt haben sollten, dürfte es keine Probleme geben, Ihren Podcast bei iTunes wieder zu finden.

Weitere Vorschläge

Bevor wir fertig sind, möchte ich noch empfehlen, dass Sie jetzt beginnen für Abonnenten zu werben. Stellen Sie ihren iTunes-Link auf ihrem Blog zu Verfügung. Richten Sie einen RSS Feed ein. Berichten Sie auf Ihrer Facebookseite von Ihrem Podcast. Versuchen Sie auch in regelmäßigen Abständen Episoden liefern zu können.

Möglicherweise stellen Sie jede Woche eine Episode online. Die Chancen, dass Ihr Podcast an Popularität gewinnt, erhöhen sich dramatisch, wenn Sie regelmäßig neues Material bieten können. Und nicht zuletzt: haben Sie Spaß bei der Sache! Sie gehören nun offiziell zum Kreis der Podcaster.


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